Am 17. November durften wir, die Klasse 9.2, an einem Workshop über jüdisches Leben und die Traditionen teilnehmen. Dabei empfingen wir nicht nur die beiden sehr freundlichen und lustigen Workshop-Leiter Nina Coenen und Sami Alkomi, sondern auch den Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Dr. Klein. Der Workshop fand im Rahmen des Geschichte – Enrichment – Unterrichts statt.
Nach einer kleinen Vorstellung wurden uns gleich Fernbedienungen ausgeteilt, mit denen wir den spielerischen Einstieg beginnen konnten. Das Prinzip wurde und ist ziemlich leicht erklärt. Der ganze Workshop läuft wie eine Quizshow ab, bei der wir mit unseren Fernbedienungen die richtige Antwort auf die Frage eingeben mussten. Dies funktionierte sehr einfach mit A, B C oder D. Wer auch immer am schnellsten antwortete, gewann diese Fragerunde. Anders als bei einer Quizshow wurde uns hier schon vor dem Antworten ein Input zum Thema gegeben. Entweder wurde sich ein Video angesehen, in dem alles mit besonderen Interviewpartnern aus ganz Deutschland erklärt wurde oder die Workshop-Leiter haben es mit viel Witz, Freude und auch spannenden Fakten erklärt und sind es durchgegangen. So wusste jeder durchs pure Zuhören und ein wenig kluges Überlegen, worum es geht und was er antworten sollte, um eine Chance auf einen der vielen Preise zu bekommen. Diese waren viele interessante, lecker jüdische Süßigkeiten, die speziell nach jüdischen regeln zubereitet werden oder Alltagsdinge, wie zum Beispiel eine Kippa, welche eine traditionelle, Kopfbedeckung männlicher Juden ist. Dieser besondere Aufbau bot eine interessante und spannende Alternative zum klassischen Unterricht, da das Gelernte direkt praktisch umgesetzte wurde und durch die witzige und lockere Atmosphäre jeder mit einbezogen wurde. Neben den Traditionen und alltäglichen Dingen und Ereignissen im jüdischen Leben wurden auch weitere Themen besprochen und eingeordnet. So wurde die geschichtliche Entwicklung Israels und die Entstehung des Nah-Ost-Konfliktes neutral von allen Seiten beleuchtet. Auch die aktuellen Geschehnisse wurden nicht außer Acht gelassen. Gemeinsam haben wir die Ereignisse am 7. Oktober 2023 reflektiert und uns verschiedene Meinungsbilder angesehen. Dadurch haben wir uns danach auch mit wichtigen, nicht immer positiven Punkten auseinander gesetzt. So haben wir die Frage geklärt: Wie kann man den Staat und die Handlungen des Staates Israel kritisieren, ohne gleich ein Antisemit zu sein? Dies gab uns wichtigen Input, um im Nachhinein auch über die Regierung von Netanjahu und die Situation in Gaza diskutieren zu können.
Der Mazel-Tov-Workshop war insgesamt sehr interessant und lehrreich. Durch die interaktive Gestaltung haben wir viel über jüdisches Leben in Deutschland erfahren und gleichzeitig mehr über Antisemitismus gelernt. Besonders deutlich wurde, dass Vorurteile auch heute noch existieren und man bewusst darauf achten sollte, wie man mit anderen Menschen umgeht. Der Workshop hat unser Wissen erweitert und uns zum Nachdenken angeregt. Solche Workshops sind eine gute Ergänzung zum Unterricht und sollten auch in Zukunft stattfinden.
Jasper Rauschenbach (9.2)



